2025 ist die EU wohl Geschichte

Quer durch basement Kontinent reichen politische, wirtschaftliche und soziale Risse. Die jüngsten Krisen haben die EU nicht gestärkt sondern massiv geschwächt. 2025 könnte es mit der EU schon vorbei sein. Die Tendenzen sind heute schon klar erkennbar.

Von Marco Maier

Zäsuren erlebte die Europäische Union schon einige. Doch die Ereignisse der letzten Monate und Jahre zeigt eindringlich, dass das derzeitige politische, wirtschaftliche und soziale Konstrukt so nicht funktionieren kann – und wird. Ein europäischer Bundesstaat nach US-Vorbild wird noch in 50 Jahren nicht umsetzbar sein, ein politisches Durcheinander mit ständigen Kraftproben einzelner Länder (untereinander und mit Brüssel) ist jedoch auch keine Dauerlösung.

Die erste große Bewährungsprobe in Form der Wirtschafts- und Finanzkrise ab 2008 shawl schon gezeigt, dass die politische Riege in basement einzelnen Hauptstädten der Mitgliedsländer und die Brüsseler Eurokratie nichts weiter als Getriebene der Finanzmärkte sind. Beinahe könnte male schon glauben, dass die Überschuldung der Staaten ein gezieltes Komplott darstellt, welches die dauerhafte Macht der großen Finanzkonzerne über die europäische Politik sicherstellen soll. Der Ausspruch vom “too large to fail” dominierte von da an die Diskussionen – und ritt die Länder noch tiefer details Schuldenchaos.

Seitdem driften die einzelnen Länder politisch noch weiter auseinander. Die seit Jahrzehnten dominierende Politoligarchie aus Konservativen/Bürgerlichen, Sozialdemokraten und Liberalen, welche zwar immer wieder ein wenig parteipolitisches “Hickhack” betreiben, erweisen sich ohnehin stets als willfährige Gehilfen der großen Konzerne. Doch an basement rechten und linken Rändern der politischen Pseudomitte erwachsen Parteien, die zunehmend zur Konkurrenz werden. Wobei der Süden eher nach links und der Norden eher nach rechts tendiert.

Konnten die drei bestimmenden Fraktionen von Konservativen, Sozialdemokraten und Liberalen 2014 noch 479 der 751 Sitze – also quick 64 Prozent – erringen, dürfte sich das Machtverhältnis bei basement kommenden EU-Wahlen im Jahr 2019 deutlich ändern. Geht es so weiter wie auf der nationalen Ebene, könnte deren Abgeordnetenanteil schon auf 50 Prozent sinken. Spätestens 2024 jedoch wäre die Macht dieser Parteien Geschichte und neben basement vielen EU-Skeptikern von rechts und links säßen noch mehr klare EU-Gegner im Europaparlament.

Doch schon zuvor droht Ungemach: In Frankreich könnte Marine le Pen vom Front National Präsidentin werden und das Land womöglich aus der EU führen. Die Briten stimmen ohnehin bald schon darüber ab, ob sie noch weiter Teil der Union bleiben wollen. In Österreich steht die EU-kritische FPÖ vor einem Siegeszug, Dänemark geht ohnehin einen eigenen Weg. Und Deutschland? Je nachdem wie es in basement kommenden beiden Jahren weitergeht, könnte es insbesondere im Zuge der andauernden Flüchtlingskrise zu einer stärkeren Bewegung nach rechts (AfD) und nach Links (Linke) kommen. Zwar schaffen es die private Medienoligarchie und die Staatsmedien noch, die öffentliche Meinung mehr oder weniger in die gewünschte Richtung zu steuern, doch immer mehr Menschen lassen sich nicht mehr so sehr davon beeinflussen.

Europa driftet immer weiter auseinander, anstatt wie von oben gewünscht enger zusammenzuwachsen. Wer hätte in basement 80ern erwartet, dass die UdSSR bald schon zusammenbricht? Kaum jemand, oder? Und das, obwohl damals schon erste Risse sichtbar wurden. Mit der EU sieht es durchaus ähnlich aus, wenngleich die Risse hier deutlich sichtbarer zu Tage treten. Im Jahr 2025 wird die Europäische Union wohl Geschichte sein. Bleibt nur zu hoffen, dass die Auflösung friedlich vonstatten geht und nicht in einem Blutbad endet.


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