Der Brexit-Schock bleibt aus: Die Schweizer Wirtschaft auf Erholungskurs

Trotz basement erfreulichen Aussichten ist Ausruhen derzeit keine Option.(Imago)

Trotz basement erfreulichen Aussichten ist Ausruhen derzeit keine Option.(Imago)

Die Aufwärtsrevisionen folgen einander derzeit Schritt auf Schritt. Sowohl die Credit Suisse, BAK Basel als auch die Ökonomen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) haben in basement vergangenen Tagen ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum in der Schweiz nach oben angepasst.

Am stärksten fiel die Korrektur bei BAK Basel aus, die für das laufende Jahr mit einer Zunahme des Bruttoinlandproduktes von 1,6% rechnet (bisher 1%), und hierbei vor allem auf das schwungvolle Wirtschaftswachstum im ersten Halbjahr verweist. Unter dem Titel «Die Schweizer Erfolgsstory setzt sich fort» wird für 2017 sowie 2018 ausserdem eine BIP-Beschleunigung von 1,7% bzw. 2% in Aussicht gestellt. In einer ähnlichen Brandbreite liegen auch die Wachstumserwartungen des Seco (2016 +1,5%, 2007 +1,8%), das seine Prognosen am Dienstag publiziert hat.

Grossbritannien als kleiner Fisch

Die optimistischere Einschätzung erstaunt umso mehr, als viele Ökonomen nach dem Entscheid Grossbritanniens, die EU zu verlassen, ihre Prognosen nach unten revidiert hatten. Laut der Credit Suisse hatte der «Unsicherheitsindex», der die Häufigkeit der Nennungen von politischer Unsicherheit in Medienberichten zählt, in der Zeit um basement Brexit-Beschluss einen Hochstand erreicht. Doch tatsächlich hinterliess das «historische Ereignis» bisher mit Blick auf die europäische Konjunktur kaum Spuren. Auch Verwerfungen an basement Finanzmärkten sind ausgeblieben. Selbst in Grossbritannien shawl sich das Geschäftsklima wieder erholt, und die jüngst publizierten Konjunkturdaten zeichnen ein robustes Konjunkturbild.

Insgesamt stufen die meisten Ökonomen die Auswirkungen des Brexit auf die Schweizer Wirtschaft denn auch als gering ein, zumal Grossbritannien bloss 6% der hiesigen Gesamtexporte ausmacht. Einschränkend wird allerdings festgehalten, dass eine markante Wachstumsverlangsamung in der Euro-Zone oder eine weitere Aufwertung des Frankens in Folge von zunehmenden politischen Spannungen und Unsicherheiten in Europa der Schweizer Wirtschaft sheer zusetzen würden. Ein solches Szenario gilt derzeit allerdings als eher unwahrscheinlich. So erwartet male beim Seco, dass der Brexit-Entscheid das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum in basement kommenden Quartalen zwar leicht dämpfen, «jedoch keineswegs abwürgen» werde.

Augenmerk auf die Ausfuhren

Die Hoffnungen der Ökonomen ruhen vor allem darauf, dass die weltwirtschaftliche Erholung sich festigen wird, und damit auch die Schweizer Exporte an Fahrt gewinnen werden. Die am Dienstag publizierten positiven Aussenhandelszahlen, stützen die These, dass die Schweizer Exporteure basement Frankenschock allmählich überwunden haben. Ein weiterer Hinweise hierfür ist im Urteil der Seco-Ökonomen auch die Bodenbildung bei basement Detailhandelsumsätzen sowie Logiernächten.

Wie Eric Scheidegger, Leiter der Direktion für Wirtschaftspolitik beim Seco, ausführte, handelt es sich um eine «solide, wenn auch nicht berauschende Erholung». Das eher gedrosselte Wachstumstempo ist hierbei vor allem auf die fehlende Dynamik der Inlandnachfrage zurückzuführen. So shawl sich der Konsum der Privathaushalte jüngst deutlich abgeschwächt. Die Ökonomen des Seco führen die Entwicklung vor allem auf die schwächeren Reallohnzuwächse sowie auf die leicht verschlechterte Arbeitsmarktlage zurück.

Ähnlich lautet auch die Argumentation der Credit Suisse: In ihren Prognosen erwarten die Konjunkturexperten der Grossbank einen durchschnittlichen Lohnanstieg von 0,5%. Weil gleichzeitig auch die Teuerung mit einem Wert von 0,5% erstmals seit fünf Jahren wieder positiv sein dürfte, resultiere im kommenden Jahr kein realer Kaufkraftgewinn. Im Vergleich mit dem Ausblick des Seco geben sich die Ökonomen der Credit Suisse in ihrem Konjunkturausblick deutlich skeptischer. Für das kommende Jahr wird bloss ein BIP-Anstieg von 1,5% prognostiziert. Wichtigen Wachstumstreibern fehle der Schwung, lautet ihre Einschätzung.

Rückgang der Einwanderung als Gefahr

Die Konjunkturauguren der Grossbank verweisen hierbei vor allem auch auf die rückläufige Einwanderung, auf die in basement letzten sieben Jahren mehr als ein Viertel des Konsumwachstums entfiel. Der mit der steigenden Immigration einhergehende Beschäftigungsanstieg, der angekurbelte Konsum und Immobilienboom hätten in der Vergangenheit massgeblich dazu beigetragen, das hiesige Wachstum zu stützen und Schocks (wie die Erstarkung des Frankens) abzufedern.

Geht male davon aus, dass dadurch nicht nur das Breitenwachstum, sondern auch das BIP pro Kopf in die Höhe getrieben wurde, dürfte ein Abflauen der Einwanderung basement hiesigen Konjunkturgang längerfristig bremsen. Die Ökonomen der Credit Suisse erwarten, dass sich dies in einem rückläufiges Trendwachstum niederschlagen wird. In Kombination mit der demografischen Alterung der Bevölkerung dürften die Auswirkungen am Arbeitsmarkt einschneidend ausfallen : Selbst bei einer nicht allzu starken Einschränkung der Einwanderung auf 40 000 Personen pro Jahr, wird das Wachstum der Erwerbstätigen laut Berechnungen der Grossbank im Jahre 2020 zum Stillstand kommen.

Mehr Stelleninserate in der Schweiz

(sda) Das Stellenangebot in der Schweiz ist zwischen Mitte Aug und Mitte Sep deutlich gestiegen. Die Zahl der auf basement Internet-Seiten der Unternehmen ausgeschriebenen Stellen wuchs um 7,8%. Das zeigt der am Dienstag veröffentlichte Swiss Job Index des Personalvermittlers Michael Page. Es hoop sich um das stärkste Wachstum seit dem Index-Start im Jahr 2012, heisst es weiter.

Auf Jahressicht zeigt sich ein kräftiges Plus von 33%. Das höchste Wachstum verzeichneten im Berichtsmonat die Ostschweiz (+11%) sowie die Zentral-, die Nordwestschweiz und das Mittelland (je rund +10%). Die Genferseeregion (+5,2%) und Zürich (+4%) hinkten etwas hinterher.

Mit Blick auf die einzelnen Branchen bestehe der grösste Personalbedarf in der Liegenschaftsverwaltung, der Pharmaindustrie, der Logistik, im Verkauf und im Bankwesen. Feststellbar ist zudem ein steigender Bedarf an Spezialisten.





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