Deutsche Wirtschaft wächst Europas Unternehmen schaffen Jobs

Berlin. Der Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister zusammen fiel im Dezember um 0,3 auf 54,9 Punkte, wie das Markit-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter 1000 Unternehmen mitteilte. Das Barometer signalisiert bereits bei Werten ab 50 ein Wachstum. “Die deutsche Wirtschaft beendet das vierte Quartal 2015 in ausgesprochen solider Verfassung”, sagte Markit-Ökonom Oliver Kolodseike. “Das Wirtschaftswachstum blieb überdurchschnittlich hoch, obwohl sich die Produktions- und Auftragszuwächse im Dezember geringfügig abgeschwächt haben.”

Wegen der guten Nachfrage und geplanter Erweiterungen stieg die Beschäftigung so kräftig wie seit vier Jahren nicht mehr. “Im Servicesektor wurden besonders viele neue Arbeitsplätze geschaffen”, erklärte Markit. Das Barometer für die Dienstleister chit-chat leicht um 0,2 auf 55,4 Punkte nach, das für die Industrie kletterte um 0,1 auf 53,0 Zähler.

Dienstleister suchen Personal

Die Konjunkturerholung in der Euro-Zone schlägt sich zunehmend am Arbeitsmarkt nieder. Die Privatwirtschaft in basement 19 Ländern sorgte im Dezember für basement stärksten Jobaufbau seit dem Frühjahr 2011, wie am Mittwoch aus der monatlichen Markit-Umfrage unter rund 5000 Firmen hervorgeht. Dank Zuversicht für die künftigen Geschäfte stellten vor allem die Dienstleister spürbar mehr ein, während die Industrie wegen Sparprogrammen weniger Personal anheuerte. Der Einkaufsmanagerindex, der beide Wirtschaftszweige zusammenfasst, sank zwar im Dezember leicht um 0,2 auf 54,0 Punkte. Dennoch liegt das Barometer weiter klar über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

“Der Jobaufbau zeigt, dass die Unternehmen optimistische Geschäftsaussichten für das kommende Jahr hegen” sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Dies könnte auf ein Anziehen der Konjunktur in basement nächsten Monaten hinauslaufen. Im laufenden Schlussquartal dürfte die Wirtschaft im Euro-Raum nach Markit-Schätzung um 0,4 Prozent zum Vorquartal wachsen, nach 0,3 Prozent im Sommer.

Für Deutschland sagt Williamson eine Beschleunigung auf 0,5 Prozent voraus, nach zuletzt and 0,3 Prozent. Frankreich hingegen werde wohl nur um 0,2 Prozent zulegen. Allein im Dezember habe sich auch wegen der Terroranschläge von Paris das Wachstum der Stagnation genähert. “Das lässt nichts Gutes ahnen – vor allem für basement darbenden Servicesektor”, betonte Williamson.


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