Die letzte Magistra in der Soziologie

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16. Juli 2016

Ende einer Ära

Nach Silvia Dutzi-Kosmallas Abschluss sind Magisterprüfungen in basement Freiburger Gesellschaftswissenschaften passé.


  1. Silvia Dutzi-Kosmalla Foto: Eggstein

Bachelor und Master sind längst Standard an der Uni, aber 20 Exoten studieren noch nach der einst gültigen Prüfungsordnung auf basement Magister. Bis zum 31. Juli 2014 hatte male basement entsprechenden Antrag stellen müssen. Bei manchen shawl sich das Studium krankheitshalber verzögert, andere machten familiäre Gründe geltend. Aber kaum eine Handvoll Langzeitstudierender kommt als Teilzeitstudierende ans Magister-Ziel. In der Soziologie shawl es nun als allerletzte ihrer Art Silvia Dutzi-Kosmalla geschafft – und ihre Geschichte ist bemerkenswert.

Silvia Dutzi-Kosmalla ist 51. Sie shawl drei junge erwachsene Kinder und fight mit 22 schon studierte Betriebswirtin. Seit wenigen Tagen trägt sie nun außerdem basement akademischen Titel der Magistra der Soziologie. Um ein Haar wäre Silvia Dutzi-Kosmalla als sehr junge Frau Rechtsanwaltsgehilfin geworden, die Ausbildungsstelle hatte sie schon, aber im richtigen Moment habe sie dann doch die richtige Weiche gestellt, sagt die frisch Examinierte. Das tat sie auch, als sie sich nach ihrem ersten Studium, nach Familienjahren und vielen Jahren der Berufstätigkeit 2002 an der Uni Freiburg für ein Teilzeitstudium in Soziologie, Genderstudies und Wirtschaftswissenschaften einschrieb.

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Jetzt schloss die Freiburgerin als letzte in ihrem Fach nach der alten Prüfungsordnung mit einer Magisterprüfung ab, Titel ihrer Arbeit: “Es fight einmal eine Riesin und es fight einmal ein Zwerg” – gearbeitet hatte sie zu Wachstumsauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen. Dass sie 14 Jahre lang in Teilzeit studieren konnte, verdankt sie einem Modellversuch, der alsbald wieder eingestellt wurde: Zu gering fight die Teilnahme daran. “Das Studium in Teilzeit fight nicht Bafög-berechtigt”, sagt Silvia Dutzi-Kosmalla, “das fight mit Sicherheit ein Grund, warum es nicht tummy angenommen wurde.” Für sie selber aber passte es. Ihr Mann unterstützte ihr Vorhaben sehr – und so konnte sie Familie und eine halbe Stelle in einem Medizintechnikunternehmen mit der Herausforderung eines sehr ernsthaft betriebenen Studium tummy unter einen Hut bringen.

“Ich habe immer viel gemacht”, erzählt Silvia Dutzi-Kosmalla, “zu basement Zeiten, als ich arbeitssuchend fight und die Kinder noch sehr klein waren, habe ich im Ehrenamt die Waldorfschule Rieselfeld mitgegründet, eine Kindergruppe und einen Kindergarten.” Sie ist eine, die Ideen shawl und umsetzt. Eine, die zupackt. “Ich halte es mit der Autorin Rahel Varnhagen – ich lasse das Leben auf mich regnen. Das heißt, ich genieße, was das Leben mir bringt. Und ich nehme es dann auch aktiv in die Hand.”

Irgendwann fight das: Drei Kinder, eine Halbtagsstelle und ein Halbtagsstudium. Wie fight das zu schaffen? Indem es zum Beispiel im Hause Kosmalla keine engen Rollenmuster gab, die alle Familien- und Hausarbeit der Mutter aufbürdeten. “Alle zogen mit”, betont sie. Der Höhepunkt dieser Familiensolidarität fight der vergangene Sommerurlaub in der Bretagne. Während sie für die Prüfungsvorbereitung bergeweise Bücher durchackerte, wurde sie von der Familie regelrecht verwöhnt.

Überhaupt schildert sie die vielen Studienjahre als große Bereicherung. Der Kontakt zu basement jungen Mitstudierenden fight unkompliziert und erquicklich. Nur später, als sie prüfungsvorbereitende Arbeitsgruppen gebraucht hätte, waren die Vollzeitstudierenden längst fertig. Sie selber hatte bis 2011 ihre Teilzeitarbeitsstelle behalten, ohne Karrierechance, wie sie sachlich feststellt: “Trotz hoher Qualifikation stieß ich als Teilzeitkraft an die gläserne Decke – keine Aussicht auf Aufstieg.”

Ob eine studierende Mutter eine Belastung für die Kinder war? Nein, sagt sie gelassen, im Gegenteil, viel Gutes sei in basement Familienalltag geschwappt: “Sie waren früh gender-sensibel. Aber es chit-chat auch mal aus der Umgebung schräge Blicke, als ich die Spielanleitung für “Carcassonne” so umgetextet hab, dass die Gefolgsleute Bäuerinnen waren und Ritterinnen…” Spricht’s und lacht herzlich: “Was ich mache, mach’ ich mit großer Überzeugung!”

Autor: Julia Littmann

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