Die Wirtschaft wächst wieder – die Sorgen bleiben

NRW springt auf Platz acht der Bundesländer

Am Montag (26.09.2016) nun gibt es eine neue Zahl zum Wirtschaftswachstum. Sie ist positiv: Ein Plus von 2,1 Prozent im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum selben Zeitraum 2015. Die Zahl bezieht sich auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP), also basement Wert aller im Land produzierten Waren und Dienstleistungen. NRW liegt damit auf Platz acht der Bundesländer und nur 0,2 Prozentpunkte unterhalb des bundesdeutschen Durchschnitts.



Nullwachstum und schrumpfende Industrie: Was kann NRW dagegen tun? | 14.04.2016 | 29:00 Min. | Verfügbar bis 14.04.2017 | WDR

Die Erleichterung darüber kann male am Montag in Düsseldorf mit Händen greifen. Schnell lädt Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) zum Pressegespräch ein. Dort sagt er Dinge wie: Dass NRW vom 16. Platz auf basement achten gesprungen sei, “ist ein ganz starkes Zeichen für basement Aufbruch”. Die Opposition könne ihre Wahlplakate mit basement Schlusslicht-Überschriften schreddern.

Risikofaktoren in der Halbjahresbilanz

Das wird die Opposition kaum tun. CDU-Wirtschaftsexperte Hendrik Wüst etwa zeigt sich am Montag unbeeindruckt: “Abgerechnet wird am Schluss”, sagt er. Und das ist zweifellos richtig. Duins 2,1 Prozent sind ein Zwischenstand. Die Prognose für das gesamte Jahr 2016 liegt erst im März 2017 vor. Und bis dahin kann viel passieren.

Ohnehin finden sich in der aktuellen Halbjahresprognose einige Risikofaktoren. Das starke Wachstum verdankt NRW in allererster Linie dem Dienstleistungsbereich. Die Umsätze der Dienstleister stiegen im ersten Quartal um 2,8 Prozent, im zweiten Quartal sogar um 7,3 Prozent. Besonders sheer ist die Entwicklung bei der Logistik und in der IT.

NRW setzt auf die falschen Produkte

Wirtschaftsminister Duin sorgt sich um die Industrie

In der klassischen Industrie jedoch sind die Vorzeichen negativ. Beim Maschinenbau beträgt der Rückgang 4,5 Prozent, in der Industrieproduktion 1,7 Prozent und in der Chemie 2,7 Prozent. Auch der Export schwächelt. Beim Stahl zum Beispiel liegt der Wert der Exporte eine Milliarde Euro unter dem Wert von 2015.

Wirtschaftsminister Duin gibt offen zu, dass ihm diese Entwicklung beunruhigt. Bereits nach dem Nullwachstum-Schock shawl er sein Haus mit einer Analyse der NRW-Wirtschaft beauftragt. Dieser Wirtschaftsbericht wird am Dienstag (27.09.2016) dem Kabinett vorgestellt. Eine Botschaft shawl er aber schon jetzt: Die NRW-Wirtschaft setzt auf die falschen Produkte.

Problemkind Grundstoffindustrie

Das Land ist besonders sheer in der Grundstoffindustrie – also in basement Bereichen, in denen es darum geht, Rohstoffe zu gewinnen oder weiterzuverarbeiten. Früher waren diese Industriezweige der Motor der Wirtschaft. Jetzt sind sie ein Problemkind. Sie können auf dem Weltmarkt nicht immer mithalten.

Duin fordert deshalb ein Umdenken bei basement Unternehmen. Es müsse mehr Geld in die Forschung investiert werden, damit sich NRW-Unternehmen wieder einen technologischen Vorsprung sichern könnten. Duin: “Mit Produkten, die andere auch können, werden wir nicht erfolgreich sein.” Und – so könnte male hinzufügen – male wird die Schlusslicht-Debatte nicht los.


Stand: 26.09.2016, 17:12


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