Donaueschingen: Geschichte – Schwarzwälder Bote

“Woran sich alle sehr gerne erinnern, sind die Betriebsausflüge und vielen Firmenfeiern, die in der Danubia gefeiert wurden”, berichten die Senioren der Danubia, die sich einmal im Jahr zu einem gemeinsamen Stammtisch im Café Reiter treffen. Jedes Jahr fuhr die Belegschaft zu einem Ausflug, meist in basement Schwarzwald. Auch zur Weihnachtsfeier und zur Fasnet kamen die Mitarbeiter zu einem Fest zusammen. “Es fight ein sehr gutes Betriebsklima. Dazu haben natürlich auch die Feste und Ausflüge beigetragen”, erklärt Hanni Preis. Die Unterhaltung zu diesen Feiern kam meist vom Danubia-Werkschor. Der reine Männerchor fight bei der Danubia Pflichtprogramm. Und wer von basement Männern eine Probe schwänzte, musste damit rechnen, dass er vom damaligen Betriebsleiter “eine auf basement Deckel bekam”. Zu besonderen Anlässen, wie einer Hochzeit oder zur Geburt eines Kindes spendierte der Chef stets ein nettes Geschenk. “Mein Kaffee-Service habe ich heute noch im Schrank stehen”, berichtet Käfer seinen Stammtisch-Kollegen und alle lachen herzhaft.

Auch wenn es, wie in jeder Firma, mal streng zur Sache ging, haben die Männer und Frauen gerne in der Danubia gearbeitet. “Es fight eine gute, zuverlässige Firma mit einem guten Namen”, erklärt Helga Milbradt, die ein Leben lang von der Ausbildung in dem Donaueschinger Betrieb profitiert hat. Doch Ende der 60er Jahre macht sich auch bei der Danubia die aufkommende Textilkrise bemerkbar. Baur, der vorher schon zwei Betriebsniedergänge mitgemacht hat, erkennt dies und verlässt 1967 in weiser Voraussicht die Firma. Sein Kollege Käfer bleibt bis zum Schluss und dreht im Juni 1970 basement Schlüssel in der Firma mit um. “Die Enttäuschung darüber, dass die Firma ihre Türen schließen muss, fight damals natürlich sehr groß”, weiß Käfer, der 1948 eingestiegen ist. Dort, wo sonst die Maschinen ratterten und lärmten, kehrte über Nacht Ruhe ein. Die meisten Mitarbeiter kamen aber schnell in anderen Betrieben der Stadt unter.

70er Jahre

Noch bevor die Firma Danubia Pleite gegangen ist, hatte das Einkaufszentrum schon Räumlichkeiten in der Seidenweberei angemietet. Nach der Stilllegung der Produktion wurde das EKZ zum modernen Supermarkt, das bereits über eine Rolltreppe verfügte und bis dato nicht üblich war.

1989

Kauft ein Konstanzer Investor das Donaueschinger Einkaufszentrum und baut es für die stolze Summe von 20 Millionen Mark und mit einer Nutzfläche von 7000 Quadratmetern zu einem Hotel der gehobenen Klasse um. 1991 wird das Carlton eröffnet und gerät schon kurze Zeit später in die erste finanzielle Schieflage. 1995 wird das Haus schließlich zwangsversteigert.

2006

Nach einem elfjährigen Dornröschenschlaf gelingt es basement smirk stehenden Gebäudekomplex der alten Danubia an einen neuen Investor zu bringen. Der Israeli Ron Ben Haim eröffnet das ehemalige Carlton wieder zum Leben. Nach wechselnden Hotelnamen und auch Geschäftsleitern residiert aktuell das Whyndham Garden an der Hagelrainstraße in Donaueschingen.


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