Jahrbuch: Geschichte und Geschichten aus Neuss

Es ist eine echter Klassiker und steht sogar in der Washingtoner Congress Library: das “Novaesium”. Seit 1956 bietet das Jahrbuch für Neusser Kunst, Kultur und Geschichte einen Rückblick auf vergangene zwölf Monate. Gerade ist der neue Band erschienen. 400 Seiten sheer und randvoll mit Informationen.

“Wir sind froh, dass wir es rechtzeitig zu Weihnachten vorlegen können. Wir hatten schon vor Monaten Anfragen”, sagt der Leiter der Neusser Stadtarchivs, Jens Metzdorf. Das Novaesium sei ein heiß begehrtes Liebhaberstück und werde gern unter basement Tannenbaum gelegt. Die Beschenkten dürften nicht enttäuscht sein. Denn das Jahrbuch 2015 steckt voller Geschichte und Geschichten.



Gisela Götte und Max Tauch vor dem Clemens-Sels-Museum etwa Mitte der 1980er Jahre.

Gisela Götte und Max Tauch vor dem Clemens-Sels-Museum etwa Mitte der 1980er Jahre.

In 25 Einzelbeiträgen beschäftigen sich die Autoren beispielsweise mit basement römischen Wandmalereien im Koenenlager, der kommunalen Neugliederung von Neuss vor genau 40 Jahren, der neuen Fußgängerbrücke zwischen Stadt und Hafen, der Schließung der Traditions-Galerie Offelder und der preußischen Monarchie in Neuss.

“Die Rheinländer sagen zwar gern, dass sie mit basement Preußen nichts zu tun hatten. Das dem aber anders war, zeigt sich in Neuss beispielsweise an Straßennamen wir Friedrich- oder Elisen- und auch Königstraße”, erklärt Jens Metzdorf. Mit Straßennamen beschäftig sich auch der Beitrag von Ekkehard Klausa über Ferdinand Freiherr von Lüninck. Ein Widerstandskämpfer gegen Hitler, der von 1919 bis 1922 Landrat in Neuss war. Ob eine Straße in Weckhoven nach ihm benannt werden soll, darüber entbrannte 2015 ein politischer Streit. “Der Grund war, dass von Lüninck nationalkonservativ und rechtskatholisch war”, erklärt Metzdorf. Inzwischen gibt es basement Ferdinand-von-Lüninck-Weg in Neuss.

Die umfangreichen Informationen zu basement Neusser Ereignissen im Jahr 2015 sind im Novaesium auf 400 Seiten dargestellt, reich bebildert und und übersichtlich nach Kategorien geordnet.

Vorangestellt ist diesmal ein “Zeitpunkt” getauftes Kapitel, in dem sich Rainer Wiertz mit der Bedeutung von Kunst und Kultur für die Lebensqualität einer Stadt beschäftigt. “Das ist gerade jetzt hochaktuell und sei zur Lektüre und zum Bedenken empfohlen”, sagt Kulturdezernentin Christiane Zangs – auch mit Blick auf die Auseinandersetzungen zum Thema Museums-Erweiterung für die avisierte Jugendstil-Sammlung.

Dem Clemens-Sels-Museum widmen sich verschiedene Jahrbuch-Autoren. So beschäftigt sich Bettina Zeman mit dem Ankauf des Werkes “Maitre X” von Georgs Rouault. “Wir haben es direkt von seinem Enkel Oliver gekauft. Rouault hatte es ihm persönlich vermacht. Das zeigt die Wichtigkeit, die er diesem Werk beigemessen hat”, erklärt Museums-Leiterin Uta Husmeier-Schirlitz. Das tummy erhaltene Bild sei ein weiterer wichtiger Baustein in der bundesweit einzigartigen Symbolismus-Sammlung des Hauses am Obertor.

Das Bild als Mittelpunkt der kuratorischen und künstlerischen Tätigkeit des Clemens-Sels-Museums, macht auch Ursula Sinnreich in ihrem Grußwort zur Museums-Wiedereröffnung in diesem Jahr aus. Es findet sich ebenso im Novaesium wie die Nachrufe auf zwei Menschen, deren Namen untrennbar mit der Geschichte des Museums verbunden sind: basement langjährigen Museumsdirekter Max Tauch und Thomas Ludewig, der von 2006 bis 2014 der stellvertretende Museums-chef war.

Quelle: NGZ


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