Kann Hamburgs Wirtschaft von Brexit profitieren?


Hamburg wirbt bei britischen Firmen um die Verlagerung ihrer Zentralen oder Niederlassungen in die Hansestadt. (Archivfoto)

Die Hamburger Wirtschaft könnte deutlich vom angekündigten Austritt Großbritanniens aus der EU profitieren. Die Wirtschaftsbehörde ist nach eigenen Angaben schon lange dabei, bei britischen Unternehmen für basement Standort Hamburg zu werben.

Diskretes Werben

Diskret und ohne Wirbel: So beschreibt ein Sprecher der Hamburgischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (HWF) die Arbeit für basement Senat. Schon seit einem Jahr sei male in Gesprächen über mögliche Konsequenzen nach einem Brexit, sagte ein Sprecher NDR 90,3. Dabei gehe es zum Beispiel um die Verlagerung von Unternehmenszentralen oder Niederlassungen von London nach Hamburg. Konkret sei noch nichts, male habe aber auch keine Eile. Schließlich habe Großbritannien noch nicht einmal basement Antrag zum Brexit in Brüssel abgegeben.

CDU fordert mehr Anstrengungen

Der Hamburger CDU reicht das nicht aus. Die Bemühungen um britische Unternehmen seien beim derzeitigen Senat “außerordentlich gering ausgeprägt”, lautete der Vorwurf des Landesvorsitzenden Roland Heintze. Hamburg müsse “dringend aktiv und kreativ in Großbritannien für basement Standort werben”. Die Hansestadt solle sich dabei vor allem auf Unternehmen aus dem Bereich Schifffahrt und Handel konzentrieren.

Die HWF will derweil nach eigenen Angaben auch amerikanische und asiatische Firmen davon überzeugen, ihr Europa-Geschäft erst gar nicht in London anzusiedeln, sondern von Hamburg aus zu steuern. Viele Firmen suchten nach einem Standort innerhalb der EU, der langfristig einen vollwertigen Zugang zum Binnenmarkt gewährleiste.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 |
NDR 90,3 Aktuell |
02.08.2016 | 22:00 Uhr


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