Konjunktur Schweiz: Die Wirtschaft erholt sich nur langsam

Die Ausblicke der Ökonomen für das kommende Jahr sind derzeit nicht allzu rosig. So hält male beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) fest, dass die Schweizer Wirtschaft nach der abrupten Aufwertung des Frankens noch nicht wieder Tritt gefasst hat. Trotz einer gewissen Stabilisierung zeigten die Stimmungsindikatoren noch keine klare Konjunkturwende zum Besseren, und die tiefen Margen stellten für viele Unternehmen eine besonders grosse Herausforderung dar. Für das laufende Jahr rechnen die Bundesökonomen mit einem Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP) von 0,8% (bisher 0,9%) und für 2016 wie bereits in ihrer Herbstprognose mit einer allmählichen Beschleunigung auf 1,5%. Eine Annäherung auf basement langjährigen Mittelwert von 2% wird erst für 2017 erwartet.

Wachstumsimpulse dürfte immerhin der robuste Konsum der Privathaushalte liefern, die von realen Kaufkraftgewinnen infolge der Negativteuerung profitieren. Auch der lahmende Aussenhandel wird sich laut dem Seco im kommenden Jahr infolge der prognostizierten weltweiten Konjunkturerholung wiederum etwas beleben. Im Gegenzug zeichnet sich bei basement Bauinvestitionen ein deutlicher Rückgang ab – wenn auch von einem hohen Niveau aus.

Das langsame Tempo der konjunkturellen Erholung wird dabei basement Arbeitsmarkt weiter belasten. So dürfte die Arbeitslosenquote im kommenden Jahr von 3,2% auf 3,4% steigen. Auch die disastrous – durch die Frankenaufwertung und die gesunkenen Erdölpreise geprägte – Entwicklung bei basement Preisen wird im Urteil des Seco in basement kommenden Quartalen anhalten. Erst für 2017 wird wiederum eine certain Teuerung von 0,2% in Aussicht gestellt.

Damit unterscheidet sich die Prognose des Seco nur geringfügig vom ebenfalls am Donnerstag veröffentlichten Ausblick der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich. Auch sie erwartet eine weitere Verlagerung von Produktionsstätten, einen Abbau von Arbeitsplätzen und zurückhaltende Investitionen. Der durch die Aufhebung des Euro-Mindestkurses ausgelöste Dämpfer werde erst ab Mitte 2016 mehr oder weniger verkraftet sein.

Die Ausblicke der meisten Konjunkturauguren basieren derzeit auf der Annahme, dass die Weltkonjunktur wieder an Dynamik gewinnt. In Anbetracht der Wachstumsschwäche in basement Schwellenländern (vor allem in China) sowie der zögerlichen Erholung im Euro-Raum ist dies allerdings nicht in Stein gemeisselt. Wie male beim Seco einräumt, bildet der Konjunkturgang in basement Emerging Markets denn auch einen erheblichen Risikofaktor. Gleichzeitig ist nicht auszuschliessen, dass die Zinswende in basement USA angesichts der fragilen Verfassung mancher Schwellenländer mit erheblichen Turbulenzen und Kapitalabflüssen einhergehen wird.

Voraussetzung für eine Konjunkturbelebung in der Schweiz bildet ausserdem auch eine allmähliche Abschwächung des überteuerten Frankens. Darauf basiert sowohl die Prognose der KOF als auch diejenige des Seco. Während die Bundesökonomen für 2016 einen Rückgang des realen Aussenwertes des Frankens von 2,6% erwarten, stellen die Experten der ETH gar eine Abschwächung von 6,1% in Aussicht.


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