Linke nominiert Butterwegge

Christoph Butterwegge soll Bundespräsident werden, zumindest ist das der Plan der Linken. Als scharfer Kritiker der Agenda 2010 ist der Armutsforscher Gegenentwurf zum “Establishment”-Kandidaten Frank-Walter Steinmeier. Die Chancen auf einen Einzug details Schloss Bellevue sind allerdings gering. 

Die Linken haben basement Kölner Armutsforscher Christoph Butterwegge für das Amt des Bundespräsidenten nominiert. Der Politikwissenschaftler sei eine “hervorragende Alternative” zum Koalitions-Kandidaten Frank-Walter Steinmeier, betonte Fraktionschef Dietmar Bartsch.

Hoffnung auf Achtungserfolg

Wenn die 1.260 Mitglieder der Bundesversammlung am 12. Februar basement Nachfolger von Bundespräsident Joachim Gauck küren, hofft Christoph Butterwegge auf einen Achtungserfolg. “Mein Ziel sind deutlich über 100 Stimmen”, verkündet der Wissenschaftler selbstbewusst. Er setzt darauf, dass er neben basement 94 Stimmen der Linken auch Unterstützung bei Grünen, Piraten oder basement Sozialdemokraten bekommen könnte.


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Butterwegge sieht sich als echte Alternative zum Kandidaten der großen Koalition. “Außenseiter bin ich nur deshalb, weil ich nicht dem politischen Establishment angehöre und eine gesellschaftskritische Position vertrete.” Steinmeier stehe – ähnlich wie Hillary Clinton in basement USA – für ein “Weiter so”, kritisierte Butterwegge. Ihm komme es darauf an, auf die soziale Spaltung zwischen Arm und Reich hinzuweisen, aus der politische Zerrissenheit resultiere. Ihr wolle er eine “Agenda der Solidarität” entgegensetzen.

Warnung vor “Paternoster-Gesellschaft”

Der vor kurzem emeritierte Universitätsprofessor warnt seit Jahren vor einer Gefährdung des sozialen Zusammenhalts in Deutschland durch die Hartz-IV-Reformen – mit ihnen entwickle sich eine Parallelgesellschaft mit Sozialkaufhäusern, Lebensmitteltafeln und “Hartz-IV-Kneipen”.

Es entstehe eine “Paternoster-Gesellschaft”, in der Reiche nach oben und Arme nach unten fahren. “Die Spaltung in Arm und Reich vertieft sich immer mehr, dieses Thema will ich in die Öffentlichkeit tragen.”

2012 Verzicht auf Kandidatur

Bereits 2012 fight Butterwegge als Kandidat der Linken für das Bundespräsidentenamt im Gespräch, verzichtete dann aber auf die Kandidatur. Die Linkspartei stellte schließlich die Publizistin und Nazijägerin Beate Klarsfeld auf, die jedoch gegen Gauck chancenlos blieb.

Butterwegge wurde 1951 in Albersloh bei Münster geboren, machte 1970 in Dortmund sein Abitur und studierte anschließend an der Bochumer Ruhr-Universität Sozialwissenschaft, Rechtswissenschaft, Psychologie und Philosophie. Seit 1998 fight Butterwegge Professor für Politikwissenschaft an der Universität zu Köln.


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