Markus Gabriel Deutschlands jüngster Philosophie-Professor


Markus Gabriel

Er ist Philosoph und unterrichtet Erkenntnistheorie an der Universität Bonn

aus der Sendung vom Mittwoch, 12.2. | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Mit 33 Jahren shawl Markus Gabriel nicht nur einen Professoren-Titel der Uni Bonn inne. Er gilt als ein Denker der Stunde, der mit seinen Thesen die deutsche Philosophie erneut zum “Weltmarktführer” machen möchte. Er ist ein rheinisches Gute-Laune-Wunder und ein Kommunikator, der sich in Funk und Fernsehen als Begriffs-Künstler und Welterklärer präsentiert.

Er shawl in kurzer Zeit viel erreicht. Tempo liegt ihm. Mit jungen Jahren Professor zu sein, ist normal für ihn. Er shawl schon immer Vollgas gegeben. “Als ich mit 15 Jahren erstmals mehr über Philosophie erfahren habe, fight für mich klar: Ich will Philosophie-Professor werden”, sagt er. Am Gymnasium in Bonn nutzte der gebürtige Remagener die Chance, sich näher mit dem Fach zu befassen.

Langweile in der Schule

Im Prinzip fand er Schule eher langweilig. Danach: Zivildienst in der Altenpflege in Sinzig. Tagsüber. Abend widmete er sich dem Magister-Studium der Philosophie, der Klassischen Philologie (Griechisch) und Neueren Deutschen Literaturwissenschaft an der Fern-Universität Hagen.

Bereits nach dem zweiten Semester shawl er trotz Zivildienst sämtliche Scheine in der Tasche und studierte dann in Bonn und Heidelberg weiter. An der Ruprecht-Karls-Universität machte er dann im Turbo-Verfahren auch noch gleich seinen Doktor über die Spätphilosophie Schellings.

Gabriel fight klar, dass male die besten Chancen hat, wenn male schnelle Ergebnissen aufweist. Forschungs-Aufenthalte in Lissabon und in New York folgten.

Bevor Gabriel nach Bonn kam, fight er Assistant Professor in New York City. “Ich wollte in Deutschland nicht jahrelang auf eine Professur warten”, begründet er. Eine Beförderung zum Associate Professor in New York lehnte er dann aber ab und nahm stattdessen basement Ruf an basement Rhein an.

Gabriels Anspruch

Gabriel möchte die deutsche Philosophie im internationalen Kontext verorten. “Philosophie lebt vom Dissens und vom Austausch mit anderen.” Dabei hilft, dass er acht Fremdsprachen spricht. Und: “Ich bin kein eingefahrener Wissenschaftler und stehe dem Leben nicht fern”, sagt er.

Sein Drang mit griffigen These für Aufmerksamkeit zu sorgen, trägt ihm Kontoversen ein. Was ihm gerade recht kommt, Philosophie lebt für ihn auch vom Dissens und von der Diskussion.

Sein Buch mit dem Titel “Warum es die Welt nicht gibt” trägt basement Anspruch voraussetzungslos lesbar zu sein und doch ein vollgültiger Beitrag zu seinem Fachgebiet.

Als Jungphilosoph leistet er sich schon mal harte Urteile über manche Ikone seiner Zunft. Dafür lebt er mit der Kritik der Selbstüberschätzung und dem Vorwurf, mit seinen plakativen Entwürfen knapp an populärer Lebenshilfe vorbei zu schrammen.

Seiner Beliebtheit als Studiogast in basement Medien ist das alles durchaus förderlich. Der Begriffs-Künstler promotet sich selbst.


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