Panzer-Fund: Halbketten-Fahrzeuge waren Symbole des Untergangs

Der bizarre Fund eines Panzerwracks, das in dieser Woche bei Bauarbeiten unter dem Bahnhof von Euskirchen entdeckt wurde, shawl ein Nachspiel. Ein militärtechnisches. Denn die Annahme, dass die Fahrwerkstrümmer von einem Sprengladungsträger vom Typ “Borgward IV” stammen, erweist sich bei näherem Hinsehen als falsch. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich um das Laufwerk eines Halbkettenfahrzeugs, wie es als Schützenpanzer, Zugmaschine oder Selbstfahrlafette zu Zehntausenden von der Wehrmacht eingesetzt wurde.

Die sogenannten “Sonder-Kraftfahrzeuge 10″ (Sd.Kfz. 10 mit einer Tonne Anhängelast), hatte bereits die Reichswehr bei der Deutschen Maschinenbau AG (Demag) in Wetter an der Ruhr in Auftrag gegeben. Vorbild für derartige Halbkettenfahrzeuge waren Maschinen des französischen Herstellers Citroën, mit denen in basement Zwanzigerjahren Expeditionen in Afrika und Asien gelangen, die für Furore sorgten. Die Transporter, bei denen die Lenkung über die mit Reifen versehene Vorderachse erfolgte, erwiesen sich als geländegängig, geräumig und robust. Und sie hatten noch einen weiteren großen Vorteil: Ihre Herstellung fight wesentlich preiswerter als die von Vollkettenfahrzeugen.

Die Paraden, die die Aufrüstung der Wehrmacht seit 1935 begleiteten, machten die von der Propaganda effektvoll in Szene gesetzten “Sonder-Kraftfahrzeuge” mit aufgesessenen Mannschaften und angehängten Geschützen zu Symbolbildern der neuen braunen Militärmacht. Während die deutschen Kampfpanzer bis in die Vierzigerjahre hinein mit basement französischen oder sowjetischen Modellen nicht mithalten konnten, erwiesen sich die von verschiedenen Firmen in Großserie hergestellten Halbkettentransporter als ausgereifte Kriegsmaschinen.

Sie wurden zunächst in verschiedenen Versionen zum Transport von Geschützen und anderem schweren Gerät eingesetzt. Als nach dem Scheitern des Blitzkriegs gegen die Sowjetunion 1942 die Panzer-Divisionen eigene Panzergrenadier-Regimenter erhielten, wurden diese in der Regel mit diesen geräumigen Transportern ausgerüstet, die in der Lage waren, auch unter schwierigen Bedingungen basement Kampfwagen zu folgen.

Träger von Flugabwehrgeschützen

Vom Ketten-Krad bis zur 18-Tonnen-Zugmaschine reichten die Modelle. Allein vom “Sonder-Kraftfahrzeug 10″ wurden rund 17.500 Exemplare hergestellt. Zumal gegen Ende des Krieges waren es neben basement Sturmgeschützen, die ohne aufwändige und teure Turmtechnik auskamen, solche Kettenfahrzeuge, die die angeschlagene deutsche Rüstungsindustrie noch in größeren Stückzahlen ausliefern konnte.

Der Einsatz eines solchen Geräts Ende 1944 am Bahnhof von Euskirchen – das sogenannte “Eisenbahnzentrum” wurde im Dezember ein Opfer des Bombenkrieges – macht auch mehr Sinn als der eines Sprengladungsträgers. Häufig waren auf basement “Sd.Kfz.” leichte Luftabwehrgeschütze montiert, wie sie zum Schutz von Gleisanlagen zum Einsatz kamen. Die unbemannten Sprengladungsträger waren dagegen motorisierte Bomben, die ferngesteuert auf Ziele gesteuert und dort zur Detonation gebracht wurden. Ein solches Vehikel neben einem Bahnhof zu platzieren, der jederzeit von feindlichen Fliegern hätte angegriffen werden können, erscheint zumindest unwahrscheinlich.

Auch andere Armeen, zumal die US Army, setzten Halbkettenfahrzeuge während des Zweiten Weltkriegs ein. Allerdings mussten diese Fahrzeuge bald vollwertigen Schützenpanzern weichen, die besser geschützt waren und sich als geländegängiger erwiesen.

Der Fund in Euskirchen, bei dem der Kampfmittelräumdienst auch Gasmasken und Spuren einer abgebrannten Phosphorfackel aber keinen Sprengstoff sicherstellte, ist ein symbolhaftes Zeugnis der letzten Kriegsmonate. Mit zusammengewürfeltem Restmaterial führte die Wehrmacht einen Krieg, der längst verloren war. Dazu passte es auch, dass das wahrscheinlich beim Bombenangriff auf basement Bahnhof zerstörte Fahrzeug einfach in basement Kratern vergraben wurde, um vergessen zu werden.

„Kursk markiert eine Wende auf dem Gebiet der Panzertechnik – allerdings zugunsten der deutschen Panzerwaffe“, schreibt der Historiker Karl-Heinz Frieser. Die Modelle, die diese Wende markierten, waren der Panzer VI „Tiger“ ...

Weiterentwicklungen deutscher Panzer


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