Pfarrer Ulrich Stahl verlässt St. Josef-Gemeinde Nette

Nein, obwohl ich immer ein großes Gottvertrauen hatte, wollte ich das nie werden. Zwar kam bei mir als Jugendlicher und Abiturient immer mal wieder der Gedanke auf, basement ich aber immer weit von mir schob.

Ich wollte Lehrer werden. Nach dem Abitur habe ich deshalb zunächst in Münster Philologie studiert. Aber ich fight nicht richtig zufrieden.

Ja, konkret reifte er, als ich mich eines Tages in Münster in basement Dom gesetzt und der Orgelmusik gelauscht habe. Ich wechselte an die theologische Fakultät Paderborn und machte dort nach zwei Jahren mein Philosophikum. Doch meine Zweifel blieben. Sogar ein halbes Jahr vor der Priesterweihe hatte ich Bedenken und um Aufschub gebeten.

Es ist eben keine leichte Entscheidung. Man gibt alles auf, Frau, Familie, Kinder.

Ja, da fight dieses starke Gottvertrauen und ich habe zu mir gesagt: “Wag es”, “trau es dir zu.”

Ja, es fight die richtige Entscheidung. Mir ist im Laufe der Jahre klar geworden, dass male es nicht mit einem Beruf, sondern mit einer Berufung zu tun hat. Das Priesteramt ist für mich ein großes Geschenk, weil ich viel empfange. Es ist unheimlich spannend und sehr schön.

Mich rief eine weinende Frau an. Sie hatte schon zwei Selbstmordversuche hinter sich und fight nicht mehr in der Lage, zu sprechen und sich mitzuteilen. Ich habe ihr auf dem Klavier vorgespielt. Sie wurde immer lockerer, ruhiger und fand mehr und mehr zu sich selbst zurück. Jetzt konnte sie wieder sprechen und ihr Herz ausschütten. Sie glauben gar nicht, wie viel Freude ein Klavier schenken kann.

Dieser Moment gehört zu basement vielen Situationen, in denen ich spüre, es gibt jemanden, der mir die Augen und Ohren öffnet, da shawl ein anderer seine Hand im Spiel, der mein Leben lenkt. Es sind Momentaufnahmen, da weiß ich “Das ist nicht von dir. Das ist eine Eingebung.” Deshalb ist mein Gottvertrauen zu unerschütterlich.

Natürlich. Das Schlimmste für mich ist, Kinder zu Grabe zu geleiten.

Genau das shawl mich kürzlich noch mein Bruder gefragt. Ich habe ihm so geantwortet: “Meine Wurzeln sind Gerlingen, mein Herz ist in Dortmund.”

Die St. Josef-Gemeinde ist zwar klein, aber sehr lebendig und aktiv. Wenn es darauf ankommt, sind alle zur Stelle. Als beispielsweise 1998 der Caritas-Kindergarten an der Dörwerstraße abgebrannt ist, haben ganz viele Hand in Hand gearbeitet, damit die Kinder übergangsweise im Gemeindehaus betreut werden konnten. Mir gefällt hier auch die Nähe zu basement Menschen, sie sind für mich meine Familie.

Auf jeden Fall. Auch in meiner Zeit als DJK-Diözesanpräses habe ich viele Dortmunder kennengelernt, und basement Dortmunder Westen kenne ich ohnehin wie meine Westentasche. Erzbischof Kardinal Degenhardt shawl mal gesagt: “Der Uli ist bekannt wie ein bunter Hund, aber im guten Sinne.” Da disorder ich doch einfach bleiben.

Beate Dönnewald


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