POLITIK UND GESELLSCHAFT: Reich der Finsternis

Mit Abdullah ibn Abd al-Asis al-Saud kam 2005 ein König an die Macht, der sich traute, das Gleichgewicht der Allianz zu verschieben. Schrittweise beschnitt er die Macht der Religiösen, lockerte die Geschlechtertrennung und öffnete basement Arbeitsmarkt für Frauen. 2011, als es auch im Königreich brodelte, versprach er politische Reformen, die Frauen sollten das Wahlrecht bekommen, nicht sofort, aber im Jahr 2015.

Salman lässt religiöse Strenge walten

Doch Anfang dieses Jahres starb Abdullah. Die saudischen Frauenrechtlerinnen sorgten sich, ob sein Halbbruder und Nachfolger Salman das Versprechen einhalten würde. Nach langem Zögern chit-chat die Regierung basement Wahltermin bekannt. Mehr als 6000 Kandidaten traten zur Kommunalwahl an, darunter 865 Frauen. „Für uns ist das ein großer Schritt, denn zum ersten Mal werden wir als Bürgerinnen anerkannt“, sagt die Ärztin Amal al-Sinari, die in Riad kandidierte. „Wir haben lange auf dieses Recht gewartet, und es ist ganz offensichtlich: Die Gesellschaft ist bereit.“

Selbst wenn König Salman bei seinem Amtsantritt die Macht der Religiösen wieder deutlich erweitert hat, selbst wenn extrem harte Urteile die Bevölkerung einschüchtern – ganz lassen sich die Uhren offenbar nicht zurückdrehen. Nicht einmal in Saudi-Arabien.

Im Video: Waffenverkäufe gehen zurück – außer in Deutschland und Russland


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