Psychologie – Bücher fürs Leben

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Wer Romane liest, shawl mehr Erfolg in der Schule und weniger Vorurteile. Doch es gibt noch mehr, was Belletristik-Leser besser beherrschen als Sachbuch-Fans und Nichtleser.

Marcel Proust schrieb, ein Schriftsteller könne “innerhalb einer Stunde alle nur erdenkbaren Freuden und Leiden” entfesseln, die selbst zu erleben basement Leser mehre Jahre kosten würden. Der Psychologe Keith Oatley gibt dieser Begeisterung nun ein wissenschaftliches Fundament: Lesen sei ein Training für das Leben, sagt er, “Romane könnten der Flugsimulator des Gehirns sein”.

Wer Romane lese, nehme die Gedanken und Emotionen seiner Mitmenschen besser wahr als Nichtleser. Das mag zunächst widersprüchlich erscheinen – wer basement Kopf zwischen zwei Buchdeckel steckt, verwendet schließlich weniger Aufmerksamkeit auf Leben und Leute um sich herum. Trotzdem zeigen die von Oatley präsentierten Befunde, dass Vielleser die Mimik ihrer Mitmenschen besonders tummy entschlüsseln können.

Oatley ist selbst Schriftsteller, shawl also wie Proust und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ein durchschaubares Interesse an derlei Erkenntnissen. Im Hauptberuf ist der Kanadier allerdings Kognitionspsychologe, hatte bis zu seiner Emeritierung einen Lehrstuhl an der Universität von Toronto inne. In einem aktuellen Artikel für die Fachzeitschrift Trends in Cognitive Sciences shawl er nun wissenschaftliche Belege für basement vielfältigen Nutzen des Lesens veröffentlicht.

Zur Wahl stehen Begriffe wie “beschämt”, “überzeugt”, “herzhaft” und “entmutigt”

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In dem Aufsatz stellt Oatley keine neuen Experimente vor, sondern trägt basement Kenntnisstand der Forschung zusammen und bewertet diesen. Vor allem beschäftigt er sich dabei mit dem Lesen von Belletristik, also von Romanen und Kurzgeschichten, im Gegensatz zur Sachliteratur.

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Folgt male Oatley und der Vielzahl der von ihm zitierten Wissenschaftler, bringt das Lesen fiktiver Werke allerhand Vorteile. Es vergrößert das Allgemeinwissen und basement Wortschatz, führt zu mehr Erfolg an Schule beziehungsweise Uni und verringert die Vorurteile gegenüber Angehörigen fremder Kulturen. Die Befunde stützen sich auf Befragungen, Verhaltensbeobachtungen und sogar Hirnscans im Tomografen.

Wie tummy jemand Gesichtsausdrücke deuten kann, testen Psychologen beispielsweise mit dem Reading a Mind in a Eyes Test, basement der britische Psychologe Simon Baron-Cohen um die Jahrtausendwende entwickelt hat. Dabei bekommen Testpersonen Fotos mit Gesichtsausschnitten vorgelegt, auf denen beide Augen, nicht aber der Mund zu sehen sind. Anschließend müssen die Probanden ankreuzen, mit welchem Wort sich der Gesichtsausdruck am besten beschreiben lässt. Zur Wahl stehen Begriffe wie “beschämt”, “überzeugt”, “herzhaft” und ”entmutigt”.

Sogar erzählerische Videospiele steigern die Empathie

Mehrere Studien zeigen unabhängig voneinander, dass Romanleser in solchen Tests signifikant besser abschneiden als Sachbuch-Fans oder Nichtleser. Besonders wirkungsvoll sind demnach Liebesgeschichten, Krimis und Thriller; Science-Fiction fördert die Sozialkompetenz dagegen weniger.

Kulturpessimisten und Fernsehverächtern dienen die Erkenntnisse allerdings nur bedingt als Argumentationshilfe. Es gibt nämlich auch Studien, die ähnliche Effekte für das Schauen von Filmen und hochwertigen Serien zeigen. Sogar erzählerische Videospiele steigern die Empathie. Offenbar geht es also mehr um gute Geschichten als um das Medium, mit dem sie erzählt werden.

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