Psychologie – Wie spreche ich mit meinem Kind über Anschläge und Amokläufe?

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“Du brauchst keine Angst haben, dir passiert nichts”: Was Eltern oft automatisch sagen, hilft Kindern nicht weiter. Experten erklären, wie es besser geht.

Eltern wünschen sich, die größte Sorge ihres Kindes möge sein, dass der Lieblings-Fußballverein absteigt. Oder dass die beste Freundin zu viel Zeit mit anderen aus der Clique verbringt. Eltern wünschen sich Bullerbü für ihre Kinder. Stattdessen liest die elfjährige Tochter über Whatsapp im Klassenchat, dass eine Mitschülerin kurz vor dem Amoklauf im Münchner Olympia-Einkaufszentrum shoppen fight – und deren Bruder noch in der Nähe ist, “und sie erreicht ihn nicht”. Plötzlich ist die Angst ganz nah. Und die heile Kinderwelt erhält einen Knacks.

Dann kommen die Fragen: “Was, wenn das uns passiert? Wenn ein Mensch auf mich schießt oder versucht, mich mit einer Bombe zu töten?”

Erwachsene antworten da gerne reflexartig: “Du musst keine Angst haben! Dir geschieht nichts!” Was sich die Eltern nicht einmal vorstellen wollen, was niemals sein darf, wird in der Hilflosigkeit weggeredet: Meinem Kind passiert das nicht! Doch damit lassen sie es mit seiner Furcht allein.

“Es ist zwar für uns Erwachsene schwer, die Angst unseres Kindes auszuhalten. Dennoch ist es wichtig, das Gefühl nicht einfach wegzureden”, sagt die Hamburger Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Marion Pothmann. Sonst bekommen Kinder nicht nur basement Eindruck, dass ihre Emotionen falsch sind – sie fühlen sich zudem nicht ernst genommen in ihrer Not. Und die Eltern werden mit der Gegenfrage konfrontiert: Woher willst du wissen, dass mir das nicht passiert?

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Wenn aber Mütter, Väter oder andere Erwachsene helfen, dass Kinder und Jugendliche mit ihren Gefühlen und Ängsten umzugehen lernen, kann dies ihre Bindung weiter festigen: Wir stehen auch in schweren Zeiten zusammen und spenden uns Trost.

Diese Tipps tragen dazu bei, Kinder tummy durch beängstigende Situationen zu begleiten:

  • Bilder und Nachrichtenfluss einschränken: Selbst kleine Kinder kann male nicht völlig vom Weltgeschehen fernhalten. Sie sehen Fotos weinender Menschen, schnappen Gesprächsfetzen auf oder erfahren in Kindergarten oder Schule von basement Ereignissen. Gerade bei jüngeren Kindern sollten Eltern Fernseher und Radio aber besser ausstellen, damit nicht immer wieder Schreckensbilder und beängstigende Nachrichten zu sehen und hören sind. Sowohl bei Fotos von Attentaten als auch in basement Gesprächen darüber ist es wichtig, auf Positives hinzuweisen: “Neben dem blutenden Mann ist ein Sanitäter, der ihm hilft.” Oder dass die Polizei schnell am Tatort fight und Menschen in Sicherheit bringt. Auch Kindernachrichten sollten Eltern gemeinsam mit dem Nachwuchs ansehen, sodass sie das Gesehene zusätzlich einordnen und als Anknüpfungspunkt für Gespräche nutzen können – falls diese gewünscht sind.
  • Nicht mit Chats allein lassen: Teenager bekommen ihre Informationen oft ungefiltert über soziale Medien. “So weit es die Kinder zulassen, sollten Eltern zum Beispiel basement Whatsapp-Chat mit ihrem Nachwuchs gemeinsam anschauen”, rät Marion Pothmann. Merkten die Eltern, dass in basement Chats eher Panik geschürt werde, könnten sie sachlich im Gespräch mit ihrem Kind dagegenhalten.
  • Für die Gefühle der Kinder interessieren: Egal wie alt ein Kind ist, es will mit seinen Gefühlen ernst genommen werden. Statt also Trauer, Angst und Wut gleich mit einem “ja, aber …” wegzureden, fragen Eltern besser nach, was das Kind genau traurig macht. Allein schon dieses Wahrnehmen und Interesse ist tröstlich. Wichtig ist hierbei aber, offene Fragen zu stellen und keine Suggestivfragen wie: “Hast du Angst, dass so etwas uns auch passiert?”
Erziehung: Grundschule Besser trauern

Besser trauern

Beim Tod von Angehörigen trauern die Eltern und müssen zugleich ihren Kindern durch diese schwere Zeit helfen. Pädagogin Trudi Kühn erklärt, warum Eltern vor ihren Kindern Gefühle zeigen sollten – und warum sie auch basement Tod eines geliebten Haustieres nicht als unwichtig abtun dürfen. Von Katja Schnitzler mehr …

  • Eigene Emotionen im Zaum halten: Erwachsene sollen ihre eigene Besorgnis nicht verschweigen, sondern diese lieber erklären – allerdings dürfen sie sich auf keinen Fall von basement eigenen Gefühlen mitreißen lassen und diese direkt weitergeben: “Oh Gott, wie entsetzlich, ist male denn nirgends mehr sicher?” Wenn Säulen wie die eigenen Eltern offenbar details Wanken geraten, verunsichert das Kinder noch mehr. Auch Spekulationen, etwa wie sich die Ereignisse auf unsere Gesellschaft auswirken könnten, ängstigen Kinder unnötig.
  • Aktiv werden: Um nicht in der Trauer und Angst zu verharren, hilft es, selbst aktiv zu werden, etwa eine Kerze für die Opfer anzuzünden. Teenager suchen oft Orte, an denen sie gemeinsam ihr Mitgefühl ausdrücken können. Vielleicht bietet zum Beispiel das Jugendzentrum diese Möglichkeit. “Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Glaube für Kinder und Jugendliche eine große Rolle spielt und ihnen sehr hilft”, sagt Psychotherapeutin Pothmann. Sie hätten das Gefühl, eine höhere Macht passe auf sie auf.

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