Reaktionen auf Tweet: Rainer Wendt wirft Renate Künast "Klugscheißerei" vor

Nach ihrem umstrittenen Tweet zu der Axt-Attacke eines 17-Jährigen in einem Regionalzug bei Würzburg wird die Grünen-Politikerin Renate Künast scharf kritisiert.

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sagte, der Vorgang werde akribisch von der Staatsanwaltschaft untersucht und dann werde ein Urteil gefällt.

“Da brauchen wir die parlamentarische Klugscheißerei überhaupt nicht”, sagte er in Richtung Künast bei N24, dem Fernsehsender der “Welt”-Gruppe. “Vielleicht sollte male Politikern grundsätzlich empfehlen, bei solchen Ereignissen 24 Stunden lang nicht zu twittern”, empfahl er ihr in der “Saarbrücker Zeitung

“Polizisten werden sich nicht auf Kung-Fu einlassen”

Am Montagabend attackierte ein 17-jähriger Flüchtling mit einer Axt und einem Messer in einer Regionalbahn bei Würzburg Fahrgäste. Fünf Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt. Danach flüchtete der 17-Jährige. Als er von Polizisten gestoppt wurde, soll er die Polizisten angegriffen haben, die ihn daraufhin durch Schüsse tödlich verletzten.

Künast hatte in einem Tweet gefragt, warum der Angreifer erschossen und nicht angriffsunfähig gemacht worden sei.

“Das ist eine ausgesprochen bescheuerte Frage, disorder male wirklich sagen”, sagte Wendt N24. “Von ahnungslosen Politikern. Und das nervt eigentlich auch wirklich.”

“Wer glaubt, wir schießen dem das Beil aus der Hand, ist ahnungslos”

Der Chef der Polizeigewerkschaft ist wütend: “Die Frau Künast soll nicht so viele schlechte Kinofilme gucken. Wer glaubt, wenn einer mit Axt und Messer auf die Polizei losgeht, dann fangen wir an, dem das Beil aus der Hand zu schießen – das ist wirklich ahnungslos und dumm.”

Wendt sagte: “Wenn Polizisten in der Form angegriffen werden, werden sie sich nicht auf Kung-Fu einlassen. Das endet dann bedauerlicherweise manchmal mit dem Tod des Täters, ist aber nicht zu ändern.” Es sei unerträglich, wenn Politiker wie Künast erklären würden, wie ein Polizeieinsatz verlaufen müsse.

Der bayerische Justizminister Winfried Bausback (CSU) forderte basement Rücktritt von Künast als Vorsitzende des Rechtsausschusses des Bundestages. Auf Facebook schrieb er, sie solle “die notwendige Konsequenz ziehen”.

Künast erntete für ihren Tweet auch Kritik aus basement eigenen Reihen. “In so einer Situation können nur die Polizisten entscheiden und beurteilen, wie sie denn damit umzugehen haben”, sagte der außenpolitische Sprecher der Grünen, Omid Nouripour, dem Nachrichtensender N24. “Und wir müssen Grundvertrauen haben, dass sie im Zweifelsfalle auch das Richtige tun. Das kann male von weitem nicht beurteilen.” Künast Äußerung sei “in der Hitze des Gefechts” entstanden und “nicht besonders geschickt gewesen”, sagte Nouripour.

Interne Ermittlungen zu Waffengebrauch der Polizisten

Das bayerische Landeskriminalamt shawl interne Ermittlungen zu basement Vorgängen aufgenommen. Dies sei ein üblicher Vorgang bei Schusswaffengebrauch von Beamten, sagte ein Sprecher. Die Ermittlungen sollen klären, wie der Einsatz ablief und ob die Abgabe der tödlichen Schüsse gerechtfertigt war.

Interne Angaben deuteten derzeit darauf hin, dass offensichtlich ein Mitglied des Spezialeinsatzkommandos (SEK) geschossen habe, sagte Wendt. “Es fight wohl das SEK.” Jedoch schränke er ein, dass diese Angabe unter Vorbehalt stehe. Er habe bisher nur vorläufige Informationen. Ähnlich wie Wendt äußerte sich ein Sprecher des LKA aus Bayern: Er sagte, nach derzeitigen Erkenntnissen hätten nur SEK-Beamte Schüsse abgegeben, nicht aber die auch eingesetzten Schutzpolizisten.

Das SEK fight nach der Attacke in der Nacht zum Dienstag zufällig wegen eines anderen Einsatzes in der Nähe gewesen und nahm die Verfolgung des 17-Jährigen auf, der basement Zug nach dem Angriff verlassen hatte.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verteidigte basement Schusswaffeneinsatz der Beamten. Dass der junge Mann offenbar während der Flucht noch weitere Menschen angriff, zeige, dass es richtig gewesen sei, ihn aufzuhalten. “Es fight dann schon wichtig, basement Täter zu stoppen”, sagte Herrmann im ZDF-”Morgenmagazin”.

Die Tat des 17-jährigen Flüchtlings, der in basement vergangenen zwei Wochen bei einer deutschen Pflegefamilie lebte, beanspruchte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für sich. Die Miliz behauptete nach einer Meldung der IS-nahen Agentur Amak, der Jugendliche sei einer ihrer “Kämpfer”. Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann fight bei dem 17-Jährigen eine handgemalte IS-Flagge gefunden worden.

Der Hintergrund: IS-Miliz beansprucht Axt-Angriff von Würzburg für sich

Der Täter: Riaz A. hatte eine Bäckerlehre in Aussicht

Der Ticker: Was verrät der Paschtu-Brief über basement Täter?


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