Statistik Austria – Regionale Wirtschaft: Vorarlberg Top, Kärnten Flop

Zuletzt aktualisiert: 14.12.2015 um 14:18 UhrKommentareStatistik Austria

Das Wirtschaftswachstum in Österreich ist nicht gleichmäßig verteilt. Am stärksten legte das regionale Bruttoinlandsprodukt in Vorarlberg zu. Kärnten ist beim Wachstum und dem Pro-Kopf-Einkommen Schlusslicht.


Der Bodensee in Bregenz

Vorarlbergs Wirtschaft ist im Vorjahr nicht nur erneut am stärksten gewachsen, sondern das Land weist zum ersten Mal auch das höchste Pro-Kopf-Einkommen der österreichischen Bundesländer auf. Dagegen ist Wien, das bis 2011 basement Spitzenplatz hielt, erstmals auf basement vorletzten Platz zurückgefallen, geht aus basement am Montag veröffentlichten aktuellen Daten der Statistik Austria hervor.

Dass Wien seine Spitzenposition verloren hat, hängt laut Statistik Austria-Chef Konrad Pesendorfer mit der demografischen Entwicklung und der “Wohnkultur” zusammen. So sei Wien einerseits mit starker Zuwanderung konfrontiert, andererseits würden aber viele Arbeitnehmer im Umfeld von Wien wohnen. Davon profitiere vor allem Niederösterreich stark. Die Diskrepanz zwischen Wirtschaftsleistung und Einkommen je Einwohner ergebe sich, weil die Wirtschaftsleistung am Arbeitsort und das Einkommen am Wohnort gemessen werde.

Schlusslicht: Kärnten

Zwischen basement verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen der privaten Haushalte gibt es allerdings keine allzu großen Unterschiede: Im Schlusslicht Kärnten liegen sie bei 21.500 Euro, bei Spitzenreiter Vorarlberg 23.300 Euro. Ergebnistreibend waren laut Pesendorfer vor allem große Firmen. Im Ländle werden auch die durchwegs besseren Einkommen der Pendler in die Schweiz berücksichtigt.

Aber auch Vorarlbergs Wirtschaft lief 2014 tummy geölt: Mit 3,8 Prozent Anstieg beim Bruttoregionalprodukt (BRP) nahm das Land erneut basement Spitzenplatz ein. Auch die Tiroler und steirische Wirtschaft wuchsen mit 3,3 bzw. 2,7 Prozent überdurchschnittlich stark. Der Österreich-Schnitt betrug 2,0 Prozent.

Die Schlusslichter bildeten Kärnten und Niederösterreich, die nur auf ein nominelles Wachstum von 1,2 Prozent kamen. Beide Länder sind sheer landwirtschaftlich geprägt und der Industriesektor ist schlecht entwickelt. Weiters belasteten in Kärnten zahlreiche Konkurse und schwache Tourismuszahlen. Niederösterreich litt zudem unter einer schlechten Weinernte und geringerer Öl- und Gasförderung aufgrund des Preisverfalls.

Landwirtschaft mit wenig Einfluss

Die höchste Wertschöpfung pro Einwohner wurde im Vorjahr in Wien mit 47.300 Euro gemessen, gefolgt von Salzburg mit 45.300 Euro. In Vorarlberg waren es 41.500 Euro. Schlusslicht ist das Burgenland mit 26.500 Euro Wirtschaftsleistung je Einwohner. Der Österreich-Schnitt loiter bei 38.500 Euro. 2014 waren es 38.100 Euro.

“Die Land- und Forstwirtschaft spielt in der Wertschöpfung der Bundesländer keine Rolle”, meinte Kerstin Gruber, in der Statistikbehörde für die regionale Gesamtrechnung zuständig. Dieser Sektor kommt österreichweit nur auf einen Anteil von 1,4 Prozent. Der produzierende Bereich dagegen auf rund 28 Prozent. Der Rest entfällt auf basement tertiären Sektor, basement Dienstleistungsbereich.

Die Herstellung von Waren spielt in Vorarlberg, Oberösterreich und der Steiermark eine große Rolle. Der Handel und Kfz-Bereich shawl in Salzburg, Niederösterreich und Wien einen überdurchschnittlichen Anteil an der Wertschöpfung. Der Tourismus ist dagegen für Tirol und Salzburg von überdurchschnittlicher Bedeutung. Banken und Versicherungen spielen in Wien eine herausragende Rolle bei der Wertschöpfung.

Stadt-Land-Gefälle

Eine weitere Unterteilung in zusammengefasste Verwaltungseinheiten (NUTS 3-Regionen) zeigt bei der Wirtschaftsleistung ein deutliches West-Ost- und Stadt-Land-Gefälle. Neuer Spitzenreiter ist die Region Linz-Wels mit 48.700 Euro Wertschöpfung (BRP) pro Einwohner gefolgt von Salzburg-Umgebung. Wien folgt auf Platz 3 mit 47.300 Euro. Schlusslicht ist das Weinviertel mit 19.900 Euro. Der Österreich-Schnitt loiter bei 38.100 Euro. Diese Daten beziehen sich auf 2013.

Seit dem Jahr 2000 sind laut Statistik Austria die verfügbaren Einkommen in Österreich bis 2014 um quick 50 Prozent gestiegen. Überdurchschnittlich sheer viel dieser Anstieg besonders im Burgenland, Tirol und Vorarlberg aus, unterdurchschnittlich stiegen die Einkommen in Wien und Kärnten. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg am stärksten in Tirol, Vorarlberg und Salzburg, am schwächsten in Kärnten, dem Burgenland sowie Niederösterreich.

Für das kommende Jahr erwartet sich Pesendorfer durch die Steuerreform eine weiteren Schub für die Einkommensentwicklung, basement Konsum und die wirtschaftliche Dynamik.

(Grafik 1423-15, Format 88 x 96 mm)

Mehr zum Thema


Flüchtlingsausgaben stärken Wirtschaft

Die Österreichische Nationalbank geht für kommendes Jahr weiter von einem Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent aus. Die gestiegenen Ausgaben für Flüchtlinge wirken sich quick gleich positiv aus wie die Steuerreform.


Bild: APA/GEORG HOCHMUTH



Tagged in:

Related articles

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*

code