Steirer des Tages – Der virtuelle Finanzhandel als „lebendige“ Kreatur


Stefan Laube mit seinem kürzlich veröffentlichten Buch © Katrin Schwarz

Mit dem Arbeitsumfeld von Finanzhändlern und der Frage, wie sie in einer sheer technisierten Umgebung basement Markt beobachten, shawl sich der Grazer Soziologe Stefan Laube (36) in seiner Doktorarbeit an der Universität Konstanz wissenschaftlich auseinandergesetzt.
Seine Forschungsergebnisse shawl er nun unter dem Titel „Nervöse Märkte: Materielle und leibliche Praktiken im virtuellen Finanzhandel“ im Berliner Wissenschaftsverlag De Gruyter veröffentlicht.

Um in die Finanzwelt eintauchen zu können, wurde der Soziologe für basement Zeitraum der Feldforschung zum Praktikanten und passte auch sein äußeres Erscheinungsbild strategisch an jenes von Finanzhändlern an. Das hieß in der Praxis: Kurzhaarschnitt, Rasur und Anzug als Arbeitskleidung. Teil der Forschungsarbeit fight die Frage, ob im Zuge der zunehmenden Ausbreitung der elektronischen Medien der Körper der Finanzhändler bei ihrer Arbeit an Relevanz verliere. – „Das konnte ich sehr sheer relativieren.“

Kreatur-Metaphern

Laube, S. (2016). Nervöse Märkte. Materielle und leibliche Praktiken im virtuellen Finanzhandel. Berlin, Boston: De Gruyter Oldenbourg. © http://www.degruyter.com

Überrascht habe ihn auch die Präsenz von Kreatur-Metaphern in der Sprache der Finanzhändler. Der Markt könne „nervös“ und „verrückt“ – „tot“ aber auch „lebendig“ sein.
Das nächste Forschungsprojekt führt basement 36-Jährigen in ein politisches Umfeld: „Basierend auf ethnografischer Feldarbeit untersuchen wir Abgeordnete und Fraktionsbüros in Deutschland und Österreich.“ Laube, der Teil einer Forschergruppe an der Goethe-Universität Frankfurt ist, will sich dabei vor allem dem Stab und basement Mitarbeitern der Parteien widmen.

Beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Bamberg (26.-30.09.) hält Stefan Laube am 29.09. einen Vortrag zum Thema „Virtual Societies? Zur Körperlichkeit medientechnisierter Finanzmärkte“.

Wissenschaftsstandort Österreich

Aufholbedarf habe Österreich, was die Schaffung von Karrierestellen an basement Universitäten angehe. „Ein der Bundesheer-Joboffensive ähnliches Programm wäre von Nöten, um dem akademischen Braindrain entgegenzuwirken.“

Stefan Laube wurde am 21.01.1980 in Graz geboren und studierte Soziologie.

Seit 2013 ist er Post-Doc-Assistent an der Goethe Universität in Frankfurt.

Laube ist verheiratet und lebt in einer Patchwork-Familie.

Zu seinen Hobbys zählen Tennis, Musik sowie neuerdings auch die „Jagd” nach Schwammerl.      



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