US-Wahlkampf: Die Vorstädte werden demokratisch

Donald Trump shawl dort ein Problem, wo sich kein Präsidentschaftskandidat
Probleme leisten kann: in basement Vorstädten. Seit beinahe drei Jahrzehnten entscheiden die moderaten
Wechselwähler aus basement Suburbs die Wahl. Und die können Trump ganz
überwiegend einfach nicht leiden.

Gründe gibt es
viele, von seinem Auftreten bis zu seinen Inhalten, aber letztlich läuft es darauf
hinaus: Die Vorstädte sind nicht mehr die Vorstädte meiner Eltern.

1955 verließen meine
Mutter und mein Vater mit Millionen anderen die überfüllten,
verbrechensbelasteten Innenstädte zugunsten einer Neuauflage des amerikanischen
Traums. Meine Familie zog aus dem Hexenkessel New York in einen
grünen Landkreis, der Amerikas erste Vorstadt genannt wurde: Long
Island. Dort erschien alles frisch und neu – Schulen, Parks, Straßen,
Rasenflächen, sogar die Abwasserkanäle unter der Vegetation.

Religion Republikaner

Außerdem
herrschten dort völlig andere politische Ansichten: Aus der ethnisch
durchmischten Innenstadt, regiert von einer demokratischen Maschinerie, kamen
wir in ein praktisch nur von Weißen bewohntes Dorf, wo Republikaner zu sein
beinahe eine Religion war. Und wir waren beileibe nicht allein. Die gesamten achtziger
Jahre hindurch sicherten die amerikanischen Vorstädte der Republikanischen
Partei eine verlässliche Wählerbasis.


<!–


<!–

Lawrence Levy ist Professor für Suburban Studies an der Hofstra-Universität in New York.
© hofstra.edu

Als ich 1977 für
die örtliche Zeitung Newsday das
erste Mal über eine Lokalwahl berichtete, ging mein Wahlkreis zu drei Vierteln an
die Republikaner. In basement Achtzigern hatte Ronald Reagan, die republikanische
Ikone, in keiner einigermaßen bevölkerungsstarken Gemeinde größere Mehrheiten
als in Long Island.

Aber diese
Zeiten sind in vielerlei Hinsicht vorbei: Vorstädte im ganzen Land leiden unter
veralteten, überfüllten Schulen, bröselnder Infrastruktur und typischen Innenstadtproblemen
– Drogenmissbrauch, Wasserverschmutzung, Verkehrsstaus –, die die Ressourcen
dieser kleinen, unabhängigen Lokalverwaltungen strapazieren.

Es ist
verblüffend: In einer Reihe bedeutender Vorstädte findet eine Wende oder gar
ein Ruck hin zu basement Demokraten statt.

Die Bedeutung dieses
Wandels ist kaum zu überschätzen. Vorstädter machen über 50 Prozent der
amerikanischen Bevölkerung aus, und sie stellen basement mächtigen Block der
Wechselwähler zwischen basement Demokraten in basement Städten und basement Republikanern auf
dem Land. Seit der Präsidentschaftswahl 1988 konnte kein Kandidat, der in den
Vorstädten verlor, das Weiße Haus erobern.

Der Schwenk der unabhängig
denkenden Vorstadtwähler zu basement Demokraten wäre für jeden Republikaner eine Hürde.
Für Trump aber ist sie besonders groß – huuuuge,
wie er sagen würde.


Tagged in:

Related articles

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*

code