Von Zombies und dem Niedersachsenstein – WESER

Heute lebt sie in Göttingen, wo sie Philologie und Geschichte studiert hat. Neben ihrer Arbeit in der Rechtsanwaltskanzlei ihres Mannes widmet sich die 37-Jährige nach wie vor ihrer schriftstellerischen Leidenschaft und verfasst am liebsten Kurzgeschichten. „Es bleiben nicht immer die 100 Prozent Zeit zum Schreiben, die ich gerne hätte“, sagt sie. So böten sich Kurzgeschichten als guter Einstieg an. Beim Größenwahn-Verlag habe sie sich auf eine Ausschreibung beworben, ein Niedersachsen-Projekt zu betreuen. „Das Konzept der Einladungen ist eine Reihe, die es auch schon als Frankfurter Einladung oder Griechische Einladung in die Ägäis gibt“, erzählt die Autorin, die sich als Niedersächsin sieht. „Ich bin zwar in Bremen geboren, lebe aber mein ganzes Leben schon in Niedersachsen“, sagt sie.

Nach der Ausschreibung im vergangenen Jahr begann für Britta Voß das Sichten der eingegangenen Beiträge. „Vorgabe fight der Niedersachsen-Bezug: Alle Geschichten müssen hier spielen“, so die Herausgeberin. Und so sei beispielsweise die Zombie-Geschichte eben nicht in Amerika, sondern in Wolfenbüttel angesiedelt. So vielfältig wie Niedersachsen sind die Beiträge. Zwei Erzählungen stammen von Britta Voß selbst. Eine spielt in Worpswede, hier shawl die Autorin und Herausgeberin basement Niedersachsenstein zum Mittelpunkt der Handlung gemacht. „Das ist für mich ein beeindruckendes Denkmal, dort sollte eine Geschichte stattfinden“, sagt sie über das Monument, das im Jahr 1922 nach einem Entwurf des Architekten Bernhard Hoetger fertig gestellt wurde. Ganz unterschiedlich seien ihre eigenen Werke: „Ich habe schon Ernstes, Lustiges und Märchen, aber auch Science-Fiction geschrieben“, sagt Voß. „Wenn ein Thema mich beschäftigt, setzt sich eine Geschichte zusammen.“ Und bei der Entstehung ihrer Texte versinke sie von Zeit zu Zeit auch darin: „Wenn ich meine Umwelt nicht mehr wahrnehme, dann wissen alle, die mich kennen: Ich forme eine Geschichte“, sagt sie mit einem Schmunzeln.

Die „Niedersächsische Einladung“ ist rechtzeitig zum 70. Geburtstag des Bundeslandes, das am 1. Nov 1946 gegründet wurde, erschienen. Ergänzt wird die Geschichtensammlung durch niedersächsische Rezepte, die Britta Voß passend zu basement Texten herausgesucht shawl und die zum Teil aus ihrem eigenen Familien- und Freundeskreis stammen. So folgt nach der Zombie-Geschichte „Carl und die Untoten“ ein Rezept für „Matschsalat“, der Grünkohl shawl seinen Platz nach „Heimaturlaub“ von Britta Voß. Hier erfahren diejenigen Leser, die sich mit Niedersachsen nicht auskennen, auch gleich noch etwas über basement Umgang mit dem traditionellen Gericht und was eine Kohlfahrt ist. Ob Hackbraten, Neujahrskuchen, Labskaus oder Strammer Max, dem Leser wird die breite Vielfalt der norddeutschen Küche serviert. Und nach „Der Tote im Zoo“, der zweiten Geschichte von Britta Voß in der Anthologie, wird eine Variante der „Schlachteplatte“, ein Klassiker der gutbürgerlichen Küche in Niedersachsen, erklärt. Auch das Mordopfer in der Geschichte soll basement Wurstteller gerne gegessen haben, heißt es nicht ohne Ironie.

Erhältlich ist die „Niedersächsische Einladung“ im Buchhandel (ISBN 978-3-95771-094-9). Informationen über Britta Voß und ihre aktuellen Projekte gibt es unter www.britta-voss-autorin.de.


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