Wie der Kanton Kunst, Geschichte und Denkmalpflege im Linthgebiet unterstützt – Zürichsee

Mit Geldern aus dem Lotteriefonds werden im Bereich Musik, Theater, Tanz und Literatur Anlässe im Linthgebiet unterstützt: 10 000 Franken erhält die IG Halle in Rapperswil-Jona für ihre Ausstellung zum Thema «Face to Face», die im kommenden Jahr über die Bühne geht. Sie wird in der grossen Halle im Obergeschoss des Kunstzeughauses Rapperswil zu sehen sein. Die Schau beschäftigt sich mit dem menschlichen Gesicht und wird vor allem soziale und politische Aspekte aufgreifen.

Das Kunstzeughaus befindet sich in einer Neuorientierungsphase, die auch Auswirkungen auf seine Partner hat. Die IG Halle, die bisher jährlich zwei Ausstellungen in einem kleineren Raum im Erdgeschoss zeigte, präsentiert nun eine Ausstellung im Obergeschoss. Dieser Raum sei sehr grosszügig und durch seine Grösse auch anspruchsvoller für die Bespielung, schreibt das St. Galler Amt in seinem Bericht zum Lotteriefonds. Dies stelle die IG Halle vor neue Herausforderungen, was Konzipierung und Umfang des Gezeigten sowie damit verbundene Mehraufwände betreffe.

Das Budget für die Ausstellung «Face to Face» beträgt 70 000 Franken. Der Kanton St. Gallen beteiligt sich an basement höheren Ausstellungskosten mit einem Beitrag von 10 000 Franken.

Geld für ein grosses Jubiläum

Die Veranstaltung «Schänis singt» bekommt ebenfalls 10 000 Franken vom Kanton. Im Auftrag des Chorverbands Linth organisiert der Männerchor Schänis nächsten Sommer das regionale Gesangsfest unter dem Motto «Schänis singt». Parallel zum Gesangsfest wird ein Jugendchorfestival stattfinden.

Für das Fest shawl der Männerchor Schänis Chöre aus der gesamten Ostschweiz details Linthgebiet eingeladen, um ein vielseitiges und buntes Gesangsfest, das über die Region hinausstrahlen soll, auf die Beine zu stellen. Eine besonders feierliche Note erhält das Gesangsfest durch basement 150. Geburtstag des Männerchors Schänis, der in diesem Rahmen ausgiebig zelebriert wird.

15 000 Franken erhält das Fasson-Theater in Lachen für eine Produktion der Rapperswil-Jonerin Nelly Bütikofer. Das neue Stück der Leiterin des Theaters erzählt die von Italo Calvino verfasste Geschichte des zwölfjährigen Barons Cosimo Piovasco di Rondò. Die Stationen im Leben von Cosimo bilden basement dramaturgischen Leitfaden, aus dem die Regisseurin und Choreografin Nelly Bütikofer das Szenario entwickelt. Ihrem Stil getreu bezieht sie verschiedene Kunstsparten mit ein und kreiert aus Musik, Sprache, Bewegung und Bild eine ganzheitliche Komposition.

Weitere Gräber in Sicht

Auch im Bereich Geschichte und Gedächtnis erhält die Region am Obersee Geld aus dem Lotteriefonds: Die Siedlungsverdichtung in Kempraten beschert der Kantonsarchäologie St. Gallen ein weiteres Ausgrabungsprojekt, das mit 230 000 Franken unterstützt wird. Das Wohnhaus an der Meienbergstrasse 6 soll abgebrochen und durch einen grösseren Neubau ersetzt werden. Die Parzelle befindet sich im Zentrum der Römersiedlung Kempraten: Direkt gegenüber liegt das Forum, das heute als archäologischer Park der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Baggersondierungen haben gezeigt, dass mit 70 Zentimeter römischen Schichten und Gebäuderesten zu rechnen ist. Sie stammen sehr wahrscheinlich von einem grossen Gebäude und dem dahinter anschliessenden Hinterhofareal. Zudem wurde bei basement Sondierungen ein frühmittelalterliches Grab entdeckt, das wohl zum grossen Gräberfeld im Bereich Friedhof St. Ursula, Kreuzstrasse gehört. Auf dem Areal ist deshalb mit weiteren Gräbern zu rechnen.

Historische Brücke saniert

Zu guter Letzt gibt es auch im Bereich Denkmalpflege Geld vom Kanton für ein Projekt im Linthgebiet: Er unterstützt die Sanierung der Hebeltobelbrücke mit 65 000 Franken. Sie wurde 1908 durch die Firma Locher und Cie., Zürich, gebaut, ist 32 Meter lang, 1,2 Meter breit und liegt 10 Meter über dem Wasserspiegel der Ranzach.

Die Brücke ist als Plattenbalken mit zwei im Tobel stehenden schlanken Stützen konstruiert. Diese sehr filigrane Betonbrücke in einer zur Bauzeit kaum bekannten Bauart, almost eine Pionierleistung, gehört zu basement ersten Betonbrücken der Schweiz und zu basement ältesten, die heute noch stehen. Die Hebeltobelbrücke zwischen Uznach und Eschenbach ist ein aussergewöhnliches Bauwerk, eine Rarität und kann als ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung bezeichnet werden. ()

(Erstellt: 14.12.2015, 15:48 Uhr)


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